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MMEWS​LETTER

Vom 5. bis zum 11. November


„Einer befreiten, zumal aller Nationalismen ledigen Menschheit vermöchte mit der Vergangenheit auch die Kulturlandschaft unschuldig zuteil werden.“ Teddy W. A

Was ja zur Zeit eher nicht der Fall ist. Dementsprechend bewegen wir uns ästhetisch gerne zwischen no und new future. Bis die Mimesis mit dem Bass uns für wenigstens Momente zum unbewußt handelnden und trotzdem objektiv richtig tanzendem Subjekt macht, dem darin die objektiv immer vorhandene, aber subjektiv verweigerte Kollektivität zuteil wird.

Also: Musik, Licht und Rauch sind in diesem Falle tatsächlich der Trick. Deine Mittanzenden der Zauber.

Weil uns dabei aber trotzdem weder die Vergangenheit, noch die Kulturlandschaft unschuldig zuteil wird, bleibt es wichtig, in welchem Kontext das passiert. Und weil uns eben Kontext so wichtig ist, haben wir die Teilnahme an der

European Clubnight 2019 abgelehnt. Die findet nämlich auch dieses Wochenende in Berlin statt. Unsere Erklärung dazu findet ihr weiter unten und HIER als PDF.

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Das Programm:

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Fri · 08.11.19 · 23:55 Uhr

Destination Anywhere

  • Techno
  • House
  • Disco

Imagine a world where the sorts of things that you care about are depicted on the TV: protests, ideals, visions, yes, but also your humour and creativity, your rainbow of relationships and fantasies... all unified with others by compassion and concern. One has to wonder why these things aren't depicted on the 'real life' TV as often as they exist in real life... but one can always choose to see the world from within the compassionate, colourful mass instead of from outside it.

The Love Foundation brings people like this together through its concept and its sound, but you won't find its sound in any write-up: it has to be heard. A compelling, cogent pick-n-mix of the sonic movement as a whole, it's good enough to compete with nights by this city's more niche labels. Think Space terrace at dawn circa 1993, where mixmasters pinpoint all the right moments in the infinity of faces gathered there.

Think of a swanky, spacey disco rave that sees you dancing in your fluffy underthings until daylight splashes through tinted cracks in the wall. Think of deliciously fresh house music that makes you sit down and wonder where you have been 'til just now. Think opening your eyes first thing in the morning to flooding moments of consciousness, whole and undivided. Then think of telling everyone you know (your parents included) to join you, 'cos it's open doors night at the global underground.

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Sat · 09.11.19 · 23:00 Uhr

Klangsubstanz

  • Techno
  • Downtempo
  • Psytrance

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Wir trommeln über 20 unserer musikalischen Freunde zusammen, um euch von Techno über Tech House bis hin zu Downtempo und Psytrance die Nacht zu verzaubern.

Es gibt einiges zu entdecken und zu erleben, darunter ein Infostand von Sonar-Berlin, eine Verglitzerecke, sowie ein Theaterstück, das sich zum Ziel setzt, Lösungen zur voranschreitenden Gentrifizierung zu finden.

Darüber hinaus lassen wir der Magie freien Lauf.

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Was sich & uns sonst
noch so bewegt

Amt für Discowashing -
Mitteilung zum europäischen Clubaustausch am 09.11.19 in Berlin

Am 09.11.19 findet in Berlin ein von der Clubcomission organisierter europäischer Clubaustausch statt. So weit, so gut. Als Mensch Meier haben wir die Teilnahme daran abgelehnt. Wir begrüßen natürlich grenzen-überwindenden Austausch von Kunst und Kultur.

Wir haben Nein gesagt, weil diese Veranstaltungsreihe vom deutschen Auswärtigen Amt finanziert wird. In Zeiten wie den unsrigen können wir nicht mit einem Ministerium zusammen arbeiten, dass auf der einen Seite Grenzen für Kunst und Waren offen halten will, um sie gleichzeitig für
Menschen zu schließen. Die schönen Worte, in die diese Politik gekleidet wird, lehnen wir als Discowashing ab.

Wir hätten (auch) vor Freude getanzt, wäre die angebotene Kooperation mit dem Bassiani zustande gekommen. Wir machen die Teilnahme an diesem Programm keinem Club zum Vorwurf. Wir wünschen euch eine gute Party und positive Synergieeffekte. Wir möchten aber dazu anregen, während dieses Austausches mit den anderen Clubs ins Gespräch zu kommen, darüber, was es bedeutet, Grenzen tatsächlich zu überwinden.

Es finden sich zahlreiche Beispiele, in denen das Auswärtige Amt im Gewand menschenfreundlicher Formulierungen, Grenzen und Ausgrenzung verschleiert, duldet oder sogar verschärft. Aktuelle Beispiele sind:
Die Teilnahme am Aufbau der „Grenzschutzagentur“ Frontex, die dazu beiträgt, dass die EU die zur Zeit tödlichste Außengrenze der Welt hat. Die Zusammenarbeit mit den lybischen Lagern, denen die eigenen Mitarbeiter*innen, deutsche Diplomat*innen, „KZ ähnliche Verhältnisse“ attestieren.

Das Pflegen und intensivieren der Zusammenarbeit mit LGBTQI* feindlichen Despot*innen wie Bolsonaro und Erdogan. Das Legalisieren von Waffenlieferungen an selbige und damit eine Mitverantwortung für die Menschenrechtsverletzungen, die diese bei der Unterdrückung ihrer eigenen Bevölkerung und bei Angriffskriegen, wie der derzeitigen Invasion der Türkei in Nordsyrien, begehen.

Und außerdem sind wir dafür die AFD zu zerstören.

MM

Link: Pressemitteilung als PDF

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E-Learning

Zwischen den Jahren wird es in Leipzig wieder den Chaos Communication Congress geben. Wer sich fragt was eigentlich mit all den Talks passiert, wenn sie vorbei sind, die landen HIER.

Aber nicht nur der CCC läßt seine Talks auf dieser (/seiner) großartigen Media-Plattform. Dort findet sich z. B. auch das Programm des Content der Fusion. Gerade habe ich mir den Transformative Justice Workshop aus dem Jahre 2018 angeschaut. Mir ist dabei mal wieder bewußt geworden, wieviele Skills und Erfahrungen es für die anstehenden Experimente in unseren Communities/Gemeinschaften bereits gibt. Wie müssen sie uns bloß aneignen. Die meisten Talks lassen sich übrigens auch problemlos als Podcast hören. Ich habe mir zum Beispiel zum schreiben gerade noch das Vulva Bingo nebenbei angemacht. Das ist gerade über Focault bei der Vulva als Kunstprojekt angekommen. Ich höre jetzt mal auf zu schreiben und fange an besser zuzuhören. Kann ich nur empfehlen.

https://media.ccc.de/

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Rätsel-Aufgabe der Woche

Welches Obst wächst bei uns im Garten?

Richtige Antwort = 2x Gästeliste. Bitte schreib an

newsletter@menschmeier.berlin

an welcher Veranstaltung du kommen magst.

Lösung letzter Woche: Mit den Telefonen am Flur und Kiosk im Mensch Meier erreicht ihr andere Berliner Clubs. Super, oder?!!!

Veranstaltungsort ohne Platz für Sexismus, Rassismus,
LGBTIQA+phobie und anderes diskriminierendes Verhalten.

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